Mittwoch, 29. April 2009

Italien - Kroatien




Freitag 24.04.09 heutige Wegstrecke 215km

Gestern gegen 17 Uhr hörte endlich der Dauerregen auf, nachdem es genau 12 Std. ununterbrochen geschüttet hatte. Dafür war ein Wind, wohlmehr ein Sturm aufgezogen, der einem sogar jeglichen kurzen Spaziergang vermieste. So verbrachte ich den Tag mit Einkaufen, in der Marina-Bar Caputschino trinken und dabei surfen, duschen, im Zelt etwas Ordnung reinbringen und rumliegen. Rumliegen war natürlich keine gute Jdee, denn die lange Nacht stand mir noch bevor. Irgendwann lies auch der Wind nach und ich verbrachte eine, so na ja, Nacht.
Endlich war es 8 Uhr früh und es war etwas heller als gestern, also nix wie raus und schauen. Es war zwar bewölkt, aber hin und wieder doch ein blauer Fleck am Himmel zu sehen. So machte ich mir meinen Nescafe und frühstückte erst einmal, bevor ich mich entschloss schnell zu packen und meine Fahrt fort zu setzen. Dann löhnte ich meine 24 € für den vielleicht komfortablen Campingplatz, TENUTA PRIMERO und verließ den Hochsicherheitstrackt, den man nur mit Karte verlassen und betreten konnte. Die Nachbarschaft heißt auch Pipi-ohne und Ka-ohrle. Die Fahrt verlief gut bis zur slowenischen Grenze, danach verfuhr ich mich, weil die Beschilderung für mich nicht eindeutig war. (ohne Karte, wie auch) Ich wollte ja auf keinen Fall die Autobahn nutzen. Doch bald fand ich dann den kroatischen Grenzposten und weiter ging es nach und durch Rijeka. Es lohnte sich nicht anzuhalten, denn die gefühlte Temperatur lag bei 12 Grad. Bald kam die Insel Krk in Sicht, aber der Himmel meinte es nicht gut mit mir und zog ein immer grimmigeres Gesicht. Ca. 60 km nach Rijeka fing es leicht zu regnen an. Ich fluchte kurz und bog von der Küstenstraße ab, zu einem kleinen Dörfchen Richtung Meer. Nach ein paar Häusern stand ein alter Mann an seiner Garage und ich fragte ihn nach einem Zimmer. Ja, sagte er, habe er. Er zeigte mir ein sehr sauberes, großes Zwei-Zimmer Appartement mit Dusche, Küche und Balkon mit tollem Blick auf Krk, leider ohne Sonne, dafür aber mit Regen. Für mein Motorrad machte er sofort seine Garage leer, seine Frau brachte gleich eine Flasche Bier und einen türkischen Caffee. Für eine Nacht wollten sie 13 € haben. Das müßte ich vermutlich auch auf einem Campingplatz bezahlen und so blieb ich, obwohl es erst 15 Uhr war, ich eigentlich zu wenig km heute zurück gelegt habe und der Regen wieder aufhörte. Der Ort heißt Klenovica, die Menschen sind sehr freundlich, eine schöne Küste wenn die Sonne scheint, für einen Urlaub sehr zu empfehlen.

Dienstag, 28. April 2009


Blick aus meinem Zimmer in Lofer

Donnerstag, 23. April 2009

Der erste Tag on Tour

Dienstag 21.04.09

Heute kurz vor 9 Uhr startete ich bei schönem Wetter und angenehmer Temperatur. Ich wollte die Autobahnen meiden, trotzdem fuhr ich zuerst den Frankenschnellweg bis zur Ausfahrt Feucht. Von hier ging es auf der B8 durch Schwarzenbruck bis Neumarkt. Weiter auf der B299, zeitweise durch wunderschön blühende Täler, vorbei an Neustadt a.d. Donau, durch Landshut, Vilsbiburg, Neumarkt Sankt Veit bis Altötting. Hier nach ca. 235 km stotterte plötzlich der Motor. Nanu, der letzte Test zeigte mir doch, das ich mind. 250km mit einem Tank fahren kann. Schnell drehte ich den Benzinhahn auf Reserve und schon schnurrte mein Alp-Hobel wieder so, wie bisher gewohnt. Also schnellstens die nächste Tankstelle in Altötting angesteuert. Es zeigte sich das der zeitweise böige Wind den ich ausbalancieren mußte und das Gewicht des ständigen Sozius-Mitfahrers (Gepäck) doch einen ganz schönen Benzinmehrverbrauch verursachte. Der Verkehr nahm Richtung Trostberg und Traunstein wieder zu und so genehmigte ich mir erstmal, das von meiner treusorgenden Frau noch schnell zugesteckte Mittagsmahl. Frisch gestärkt verkraftete ich dann den Anblick der schneebedeckten Berge bei Schneizlreuth und den inzwischen etwas frischeren Fahrtwind. Ja, schon fast zu schnell war ich in Lofer, meinem Tagesetappen-Ziel. Dort ging ich ins Tourismusbüro und fragte nach einem preiswerten Zimmer mit Frühstück, da ich die Nacht beim Anblick des Schnees der Leoganger Steinberge, noch ziemlich frisch vermutete. Die beiden freundlichen Damen telefonierten sich die Finger wund, doch viele vermieteten nicht für eine Nacht, oder sie wollten sich den Abschluß der Wintersaison fürstlich honorieren lassen. Vielleicht nach dem zwanzigsten Anruf fanden sie für mich ein ruhig gelegenes Häuschen mit einem kleinen sauberen Zimmer, zu einem akzeptablen Preis. Nach ca. 6 Std. mit kurzen Stopps, freute sich meine hintere Körperhälfte auf ein bißchen Bewegung.

Morgen soll es dann über die Tauernpasshöhe gehen, ich hoffe auf gutes Wetter.

Mittwoch 22.04.09

Nach einem reichhaltigen Frühstück, bei Sonnenschein aber nur 10 Grad Lufttemperatur, ging es flott nach Saalfelden, weiter nach Zell am See und Bischofshofen. Hier begann eine Traumtour hinauf nach Hüttau, Eben im Pongau bis nach Radstadt. Weiter gings zum Aufstieg der Tauernpasshöhe, nach Untertauern und Obertauern, wo noch sämtliche Lifte in Betrieb waren. Bei St. Michael im Lungau ging es heftige 18 % hinauf zur Katschberghöhe und es folgte eine noch heftigere wunderschöne Traumabfahrt für Motorradfahrer, immer an der Autobahn entlang bis Spittal an der Drau und nach Villach. Hier wollte ich eigentlich am Ossiacher See übernachten. Aber es war erst ca. ein Uhr und so dachte ich, es ist noch zu früh um einen Übernachtungsplatz zu suchen. Also beschloß ich bis ans Meer bei Trieste zu fahren. Über Traviso und Udine bei dichten Verkehr schaffte ich es bis um ca. 18 Uhr nach Grado, ca. 40 km vor Trieste. Ziemlich geschafft brauchte ich etwas Zeit um einen geöffneten Campingplatz zu finden. Dies war ein wunderbarer Tag bei traumhaften Wetter. So wie es eigentlich weiter gehen sollte. So verschlang ich noch eine Pizza Calzone und verkroch mich in mein Zelt.

Donnerstag 23.04.09

Früh gegen 5 Uhr klopfte jemand unerläßlich an mein Zelt. Er wollte nicht aufhören und so merkte ich schlaftrunken, es regnete. Es wollte nicht mehr aufhören und so holte ich im Regen frische Brötchen im Supermarkt des Campingplatzes. Das Kaffee kochen und Frühstücken, zum erstenmal im Zelt und das bei strömenden Regen, war ein einziges Fiasko. Aber ich mußte mich daran gewöhnen, denn es sah nicht nach Wetterbesserung aus. Um die Mittagszeit begann noch ein stürmischer, kalter Wind durch die Gegend zu pfeifen. Mir bleibt aber nichts erspart. Und das bei meinem ersten Zeltausflug. In der Reception sagten die freundlichen Damen, das es Morgen auflockern soll. Na hoffentlich. Zumindest konnten sie mir kostenloses Wireless-Lan anbieten, von wo ich euch jetzt schreiben kann.

Wenn es so weiter geht, brauche ich noch ein paar Wochen bis Milina in Griechenland. So, für heute erstmal genug, bis zur nächsten Einlogg-Möglichkeit.

Fritz

Sonntag, 19. April 2009

Kurz vor der Abfahrt



Hallo,
langsam wird es ernst. Vermutlich werde ich in zwei Tagen am Dienstagmorgen den 21.04.09 losfahren.
Meine größte Sorge gilt dem Wetter. Die erste Etappe sollte mich bis kurz hinter die österreichische Grenze, nach St. Martin bei Lofer, führen. Dort wird je nach Wetter, ein Zimmer genommen oder das Zelt aufgebaut. Wahrscheinlich bin ich zu faul um das Zelt aufzubauen, ich werde sehen.
Auf jeden Fall ist mein "Alp-Hobel" ganz schön schwer geworden und ich hoffe das er diese Tour mit mir bis zum Ende gut durchsteht.
Soweit erstmal und bis zum nächsten Einloggen.
gruß
fritz

PS: Die Bilder zeigen verschiedene Sitz- und Schlafpositionen, die man während der Fahrt einnehmen ka(ö)nn(te).

Freitag, 17. April 2009

Letzte Testfahrt vor der großen Tour

Dienstag, 24. März 2009

Blog Eröffnung

Ab heute hier die ersten Infos zu meiner geplanten Motorradtour!


Heute in zwanzig Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge,
die du versäumt hast, als über die, die du getan hast.
Also mach die Leinen los, verlass den sicheren Hafen,
fang den Fahrtwind in deinen Segeln.
Forsche - Träume - Entdecke.
(Mark Twain)


Entdecke. Das ist mein Wunsch, den ich in den nächsten Monaten mit einer Motorradtour weiter verfolgen werde.
Träume. Die sollte man haben, denn sonst ist alles sinnlos.
Forsche. Das habe ich hinter mir.

Start soll in der letzten Aprilwoche sein, dann geht es immer südwärts über Österreich, Kroatien, Bosnien - Herzegowina, Montenegro, Albanien und Griechenland, erstmal nach Milina zu meinem kleinen Häuschen.
Nach einer kleinen Pause von ca. einer Woche sollte es dann nach Piräus und mit der Fähre weiter auf die Insel Kos gehen.
Mit der Fähre wird dann nach Bodrum in die Türkei übergesetzt und weiter geht es an der Südküste bis Osmaniye an der Syrischen Grenze.
Von hier geht es dann nordöstlich zum Berg Nemrut Dag, mit seinen imposanten Steinskulpturen.
Dann geht es wieder westlich bis nach Göreme zu den Steinhöhlen in Kapatokien, die wir vor ca. 25 Jahren schon einmal besucht haben.
Weiter geht die Fahrt westlich zu den Sinterterrassen von Pamukkale.
Der weitere Rückweg führt über die Meerenge von Cannakkale, wieder an die griechische Grenze und zurück nach Milina zu meinem kleinen Häuschen.
Hier wird sich dann erstmal ein paar Wochen erholt, bevor es im July wieder nach Hause geht.
Den Rückweg werde ich vermutlich mit der Fähre von Igoumenitsa nach Venedig und dann durch die schönen Dolomiten, nehmen.
Ich lasse mich überraschen, wie weit ich es schaffe.

Hier an dieser Stelle werde ich dann ab und an einen Bericht mit Bildern einstellen, wenn möglich.

Bis dahin.